Innovative Technologies for an Engaging Classroom

iTEC, das grösste je von der Europäischen Kommission finanzierte strategisch-pädagogisch ausgerichtete ICT-Projekt erstreckte sich in fünf Versuchsphasen über die Jahre 2010 - 2014. Das Projekt hatte 26 Projektpartner, unter anderem 14 Bildungsministerien aus allen Teilen Europas. 2'500 Pilotschulen aus 20 europäischen Ländern beteiligten sich an den Lernaktivitäten. Die Projektkoordination auf europäischer Ebene oblag European Schoolnet, in der Schweiz fungierte educa.ch als Partner für das Projekt. Das Projekt wurde im August 2014 beendet.

Ziel des Projekts

Ziel von iTEC war es, neue Nutzungen von Technologie für das Lernen und Lehren in der Pflichtschulbildung aufzuzeigen und in Versuchsklassen in ganz Europa zu testen. Auf diesem Wege machten etwa 50.000 Schülerinnen und Schüler aus 2624 Klassen in 20 europäischen Ländern mit neuen, im Rahmen von iTec entwickelten, Lerntools und -ressourcen Bekanntschaft.

Das dabei entwickelte iTEC-Konzept für eine Veränderung des Lernens bildete die Grundlage für Unterrichtsszenarien für die Zukunft (Beschreibung von Innovationen für den Unterricht mit ICT), Lernaktivitäten (Beschreibung einzelner Aktivitäten mit digitalen Werkzeugen im Rahmen einer innovativen Pädagogik) und motivierende Lernstories (als Beispiele für Abfolgen von Lernaktivitäten).

Ergebnisse auf europäischer Ebene

Hauptergebnisse des vierjährigen Projekts waren

  • ein skalierbarer, szenarienbasierter Gestaltungsprozess (EDUKATA) für die Entwicklung einer digitalen Pädagogik

  • das Future Classroom Toolkit und darauf abgestimmte Schulungsangebote (European Schoolnet Academy)

  • eine umfangreiche Bibliothek mit Unterrichtsszenarien für die Zukunft, mit Lernaktivitäten und Lernstories.

Ende des Projekts und Zukunft von iTEC

Ende August 2014 kam das Projekt iTEC zum Abschluss. Eine Evaluation der Projektergebnisse auf europäischer Ebene gibt die Broschüre «Wir bauen das Klassenzimmer der Zukunft - Erkenntnisse aus dem iTEC-Projekt». Alle am Projekt beteiligten Lehrpersonen und Bildungsverantwortliche bestätigten, dass der interaktive Ansatz von iTEC dazu beigetragen hat, ihre pädagogisch-didaktischen Kompetenzen bei der Anwendung von digitalen Technologien zu erhöhen, wie auch den Einsatz von ICT im Unterricht zu erleichtern. Auch die Zusammenarbeit im Rahmen des Projekts wurde von allen Beteiligten sehr geschätzt.

Um den am Projekt beteiligten Lehrpersonen eine Zusammenarbeit auch nach Projektende zu ermöglichen, hat European Schoolnet (EUN) eine Community für alle Lehrpersonen aufrecht erhalten, die sich für das Klassenzimmer der Zukunft und die Weiterentwicklung der im Rahmen des Projekts erarbeiteten Unterrichtsszenarien interessieren. European Schoolnet (EUN) ist dabei besonders an einer Zusammenarbeit mit Lehrerbildungsinstitutionen interessiert, damit die Produkte und Erkenntnisse aus dem Projekt auch im Rahmen der Lehrerbildung Wirkung zeigen können.

iTEC Schweiz

Die Beteiligung von educa.ch am mehrjährigen Projekt Innovative Technologies for Engaging Classrooms (iTEC) bestand vor allem in folgenden Projektbereichen:

  • Verbreitung, Vernetzung, kommunikative Massnahmen und Unterstützung des MOOC-Weiterbildungskurses «Das Klassenzimmer der Zukunft». Der Kurs dauerte sechs Wochen und vermittelte Schlüsselkonzepte für den Umgang mit innovativen ICT-Werkzeugen für die Schule der Zukunft. Darüber hinaus bot er schweizerischen und europäischen Lehrkräften Gelegenheit zum Austausch ihrer Erfahrungen mit innovativer ICT-Unterrichtspraxis vor dem Hintergrund unterschiedlicher nationaler Kontexte für Schule und Unterricht.

  • Konzeption und Ausführung einer europäischen Personen- und Event-Datenbank für Bildungsakteure in Zusammenarbeit mit der Universität Leuven sowie Experten aus den Bildungsministerien von Spanien, Frankreich und Dänemark. Ziel des iTEC People & Events Directory war (und ist) es, Lehrpersonen zu ermutigen, Fachkollegen aus ganz Europa zu kontaktieren, um Ideen auszutauschen, Unterrichtsansätze zu diskutieren und dabei allmählich eine Begeisterung stiftende und Innovation anregende europäische Video-Community of Practice zu schaffen.

  • Unterstützung bei der Verbreitung und dem Einsatz von eSafety-Zertifizierungen für Schweizer Schulen. eSafety ist ein kostenloses Tool, welches Schulen helfen soll, alle im Zusammenhang mit der Sicherheit im Internet auftauchenden Fragen und Probleme, welche die Schulen betreffen, zu identifizieren. Dazu bietet eSafety Label einen Fragebogen an, der es der Schule erlaubt, die Nützlichkeit von bereits getroffenen Massnahmen abzuschätzen, ev. Lücken im Sicherheitsdispositiv zu entdecken und ganz allgemein den Stand der eSafety-Reife der Schule im internationalen Vergleich zu ermitteln. Nach dem Ausfüllen des Fragebogens wird der Schule ein massgeschneiderter Aktionsplan mit allen noch nötigen Massnahmen übermittelt.

  • Bekanntmachung des iTEC-Recherche-Tools Scenario Development Environment (SDE) und Unterstützung für Schweizer Lehrpersonen bei dessen Nutzung. SDE bietet allen Lehrpersonen eine auf ihre spezifischen Bedürfnisse zugeschnittene Optimierung von Internet-Recherchen. Die von SDE angezeigten Ressourcen stammen dabei aus einer automatischen Analyse der Inhalte von ausgewählten Websites. Auf diese Weise lassen sich z.B. unterrichtsrelevante Apps oder Events finden. SDE ist gleichzeitig auch ein Verzeichnis von Experten, Autoren und Referenten, die zu dem recherchierten Thema oder Gegenstand einen online erhältlichen Beitrag geleistet haben.

  • Verbreitung, Vernetzung, kommunikative Massnahmen und Unterstützung des Pilotprojekts Creative Classroom Lab zum Einsatz von Tablets im Unterricht in der Schweiz (April 2013 - Mai 2015). Das Team von Creative Classroom Lab bietet neben Fortbildungskursen auch Materialien an, wie z.B. Best Practice Videos – einzelne dabei von den Lehrpersonen selber erstellt – oder didaktische Anleitungen für den erfolgreichen Einsatz von Tablets im Unterricht.

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Letzte Aktualisierung dieser Seite: 24.01.2017

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